Über uns

Hans Glauber führt in die Toblacher Gespräche ein (ca. 1989)

Die Toblacher Gespräche haben eine lange Tradition und sind zu einer wertvollen Institution herangereift. Ins Leben gerufen durch Hans Glauber im Jahre 1985, haben sie wichtige Beiträge zur Entfaltung der Nachhaltigkeitskultur in Südtirol und darüber hinaus geleistet. Jede Ausgabe hat sich zentralen Themen gewidmet und sich konstruktiv gefragt, wie kann Bestehendes anders gelebt werden und wie kann Neues erschaffen werden, das dazu beiträgt, dass auch zukünftige Generationen ein gutes oder gar besseres Leben haben werden. Ob Tourismus oder Mobilität, ob Green Deal oder grüne Städte, namhafte Expertinnen und Experten wurden nach Toblach geholt, um ihre Erkenntnisse zu teilen.

Im Zentrum des konstruktiven Ansatzes standen die Thesen der Toblacher Gespräche. Ein Satz von Empfehlungen, die am Ende jeder Ausgabe erarbeitet wurden, um den Entscheidungsträgern sowie der breiten Bevölkerung eine zugängliche Orientierung für die komplexen Themen, die verhandelt wurden, anzubieten. Angestoßen durch und im Rahmen der Toblacher Gespräche, sind wichtige Projekte in und außerhalb Südtirols entstanden: so zum Beispiel das Klimahaus, aber auch das erste genossenschaftliche Fernheizkraftwerk Südtirols in Toblach, weiterhin eine Schwesterveranstaltung in Apulien, die Colloqui di Martina Franca.

Team

Koordination und Wissenschaftlicher Beirat der Toblacher Gespräche

Nach Abschluss ihres Masterstudiums in Cultural Landscapes and Heritage Management arbeitete Jess am Centre for Global Mountain Safeguard Research des United Nations University Institute for Environment and Human Security (UNU-EHS). Dort forschte sie zur politischen Ökologie des Wassermanagements im Maloti-Drakensberg-Gebirge im südlichen Afrika und wirkte an Multi-Gefahren-Risikoanalysen in Burundi und Marokko mit. Darüber hinaus ist sie Mitautorin der aktualisierten Climate Risk Sourcebook, eeiner Methodensammlung für Klimarisikobewertungen die in mehr als 20 Ländern Awendung gefunden hat.

David Hofmann ist Neurowissenschaftler von Beruf und Klimaaktivist im Ehrenamt.
Er hat das Physikstudium an der Technischen Universität München absolviert und am Max Planck Institut für Dynamik und Selbstorganisation, Göttingen, promoviert. Danach arbeitete er als Postdoktorand im Bereich der theoretischen und computergestützten Neurowissenschaften in den USA an der Emory University in Atlanta, sowie am Massachusetts Institute of Technology (MIT) und der Stony Brook University, New York.
Ehrenamtlich engagiert er sich bei Climate Action South Tyrol, das er mitbegrundet hat, sowie im wissenschaftlichen Beirat der Alexander Langer Stiftung.

Prof. Elisabeth Gsottbauer ist Umwelt- und Verhaltensökonomin sowie Gründungsprofessorin an der IT:U - Interdisciplinary Transformation University Austria in Linz. Zuvor war sie Stiftungsprofessorin an der Freien Universität Bozen-Bolzano, wo sie das Kompetenzzentrum für Nachhaltigkeit leitete und die strategische Weiterentwicklung interdisziplinärer Nachhaltigkeitsforschung verantwortete.

Hermann Knoflacher verfügt über mehr als sechs Jahrzehnte Erfahrung in Forschung, Lehre und Praxis im Bereich Verkehrswesen, Verkehrsplanung und Verkehrstechnik . Er ist Emeritus Professor an der Technischen Universität Wien, Institut für Verkehrswissenschaften und gründete 1971 ein eigenes Ingenieurbüro. Sein wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung neuer Grundlagen für ein nachhaltiges Verkehrssystem. Neben seiner wissenschaftlichen und beratenden Tätigkeit engagiert sich Hermann bei Umweltbewegungen gegen Autobahnen, Atomkraftwerk, Hainburger Au, Transitverkehr, und Korruption bei Großprojekten.

Marc Zebisch leitet das Center for Climate Change and Transformation an der Eurac Research in Bozen und erforscht seit über 15 Jahren mit Klimafolgenforschung und Klimarisikobewertung. Er hat maßgeblich an den Klimarisikobewertungen für die Bundesrepublik Deutschland mitgewirkt, und ist Mitglied im Themencenter Klimawandel und Anpassung der Europäischen Umweltbehörde, im Lenkungsausschuss des Österreichischen Klimaforschungsprogramms, sowie im Klimarat der Alpenkonvention. Er ist Leitautor des "Climate Risk Sourcebook", einer Methodensammlung für Klimarisikobewertungen die in mehr als 20 Ländern Awendung gefunden hat. Außerdem war er für die Methodenentwicklung für die erste Europäische Klimarisikobewertung der Europäischen Umweltagentur (EEA) verantwortlich.

Historische Entwicklung der Toblacher Gespräche

Fish Bowl Diskussion bei den Toblacher Gesprächen 2015

Unter der Leitung von Hans Glauber

An der Nahtstelle zwischen zwei Kulturen haben die Toblacher Gespräche von 1985 bis 1999 und von 2005-2007 unter Leitung von Hans Glauber entscheidende Umweltthemen aufgegriffen, debattiert und Lösungsansätze vorgeschlagen. Die jährlichen Gespräche wurden zu einer renommierten Denkwerkstatt für die ökologische Wende im alpinen Raum und darüber hinaus.

Karl-Ludwig Schibel stellt den Referenten Marco Pappalardo bei den Toblacher Gesprächen 2015 vor

Karl-Ludwig Schibel und Wolfgang Sachs übernehmen das Steuer

Nach dem Tod von Hans Glauber im Jahr 2008 hat Wolfgang Sachs die Aufgabe des Kurators übernommen, ab dem Jahr 2010 bis 2024 betreuen Wolfgang Sachs und Karl-Ludwig Schibel gemeinsam die Gespräche. Einige Themen die unter ihrer Kuratierung stattfanden: "Boden: Kampf um die letzte Ressource", "Unternehmergeist und Transformation", "Vom Handeln zum Wissen", "Sanfter Tourismus: Doch eine Illusion?", "Vom Sollen zum Wollen”.

Jess Delves und David Hofmann stellen die 36. Ausgabe der Toblacher Gespräche 2025 vor.

Die junge Generation übernimmt die Koordination

Seit 2025 widmen sich David Hofmann und Jess Delves der Programmgestaltung und Koordination. Sie führen die Tradition fort und bringen neue Impulse: Sie wollen die soziale Dimension mehr Platz geben, die Toblacher Gespräche werden sich um die soziale und ökologische Transformation der Gesellschaft beschäftigen. Weiterhin hat sich das junge Koordinationsduo zum Ziel gesetzt auch kleinere Satellitenveranstaltungen, die über das Jahre hinweg das jeweilige Thema der Toblacher Gespräche auf verschiedene Weise bearbeiten, in und außerhalb Südtirols zu organisieren.

Der Besuch in der Hans-Glauber-Bibliothek im Rahmen der Gespräche 2025

Darüber hinaus

Die Akademie der Toblacher Gespräche hat neben den Toblacher Gesprächen auch jahrelang Weiterbildungen zu verschiedenen Themen organisiert und energetische Sanierungsprojekte in den Gemeinden des Hochpustertals unterstützt. Des Weiteren engagiert sich der Verein Akademie Toblacher Gespräche für verschiedene Projekte im Bereich der Energie-Effizienz, der Mobilität, des Tourismus und der Landwirtschaft, mit der Vision ein Solares Zeitalter in der Region voran zu bringen.