Die Toblacher Gespräche wurden 1985 als mehrtägiges Symposium zu Umweltthemen gegründet, wobei jedes Jahr ein neues Thema im Mittelpunkt steht. Seit 2026 werden die Gespräche durch ganzjährige Satellitenveranstaltungen erweitert, die das während der Hauptveranstaltung aufgebaute Wissen und die Netzwerke aufgreifen und weiterentwickeln. Die Toblacher Gespräche sind in Südtirol entstanden, einer dreisprachigen Provinz in Norditalien — deshalb ist unsere gesamte Arbeit zweisprachig, auf Deutsch und Italienisch.
Die Toblacher Gespräche haben eine lange Tradition und sind zu einer wertvollen Institution herangereift. Ins Leben gerufen durch Hans Glauber im Jahre 1985, haben sie wichtige Beiträge zur Entfaltung der Nachhaltigkeitskultur in Südtirol und darüber hinaus geleistet. Jede Ausgabe hat sich zentralen Themen gewidmet und sich konstruktiv gefragt, wie kann Bestehendes anders gelebt werden und wie kann Neues erschaffen werden, das dazu beiträgt, dass auch zukünftige Generationen ein gutes oder gar besseres Leben haben werden. Ob Tourismus oder Mobilität, ob Green Deal oder grüne Städte, namhafte Expertinnen und Experten wurden nach Toblach geholt, um ihre Erkenntnisse zu teilen.
Im Zentrum des konstruktiven Ansatzes standen die Thesen der Toblacher Gespräche. Ein Satz von Empfehlungen, die am Ende jeder Ausgabe erarbeitet wurden, um den Entscheidungsträgern sowie der breiten Bevölkerung eine zugängliche Orientierung für die komplexen Themen, die verhandelt wurden, anzubieten.
Angestoßen durch und im Rahmen der Toblacher Gespräche, sind wichtige Projekte in und außerhalb Südtirols entstanden: so zum Beispiel das Klimahaus, aber auch das erste genossenschaftliche Fernheizkraftwerk Südtirols in Toblach, weiterhin eine Schwesterveranstaltung in Apulien, die Colloqui di Martina Franca.